Irgend eines Tages ist es soweit: Das Ventilspiel ist zu eng, die Shims haben schon das kleinste Maß, hier lässt sich nichts mehr einstellen. Die Ventile haben sich so weit in die Sitze gearbeitet, dass die Ventilschäfte zu weit herausragen.

Da helfen nur noch neue Ventile und das Nachfräsen der Ventilsitze. Also Zylinderkopf runter, Ventile ausbauen und ab damit zum Spezialisten. In diesem Fall ist der Spezialist die Firma MBS in Stroit.

Hier sollen kurz die einzelnen Arbeitsschritte beschrieben werden:

Als erstes wird der Ventiltellerdurchmesser des neue Ventils gemessen, damit nach diesem Maß das Ventilsitzfräsgerät eingestellt werden kann.

Dann werden Schraubkloben am Zylinderkopf befestigt, damit hieran der Halter für das Ventilsitzfräsgerät angeschraubt werden kann. Das Ventilsitzfräsgerät mit dem in die Ventilführung passend Dorn (Pilot) wird nun eingesetzt und exakt ausgerichtet.

Für das exakte Ausrichten ist in dem Ventilsitzfräsgerät ein Kugelgelenk vorhanden, welches mit einer Justierung festgespannt werden kann. Jetzt beginnt das eigentliche Fräsen. Mit einer Kurbel wird das Schneideisen gedreht, und mit einer Feingewindespindel das Schneideisen auf den Ventilsitz aufgesetzt. Mit vorsichtigem Nachstellen der Feingewindespindel wird minimal Material abgefräst, gerade so viel, das der Sitz wieder einwandfrei ist.

Jetzt kann der Zylinderkopf mit neuen Ventilen wieder zusammen gesetzt werden.

Altes Ventil.

Man kann deutlich sehen, wie sehr sich die Ventilsitze eingearbeitet haben.

Neues Ventil

 

Merken

Merken

Merken

Merken