Zur ersten Begutachtung kann man sich an untenstehender Checkliste orientieren, besser beurteilen können das natürlich die Profis in der Werkstatt oder der ADAC. Am besten man nimmt sich einen Motorradfahrer, mit ausreichender Erfahrung, mit. Denn 4 Augen sehen ja immer mehr wie 2. Auf eine Probefahrt sollte man aber auf keinen Fall verzichten. Am besten auf der Landstrasse. Wer kein Vertrauen zum Privatkauf hat, sollte sich beim Motorradhändler umschauen. Sie bieten die meisten Modelle zwar teuerer an, dafür aber meistens mit einer 6-monatigen Garantie.

 

 

  • Rostbefall: Am Auspuff: an den Schweißnähten: des Rahmens sowie im Lenkkopf- und Schwingenbereich. an den Felgen / Speichen am - im - und unter dem Tank:

  • Flüssigkeitsaustritt am Motorblock: Zylinderfuß, Zylinderblock, Ventildeckel. an der Vorderradgabel: Ölaustritt zwischen Standrohr und Gleitrohr. am Kardan-Winkelantrieb: Simmerring undicht.

  • Schleifspuren an allen Kunststoffteilen: Verkleidungsteilen. ( ggf. Aufkleber lösen ) an Fußrasten und Endschalldämpfer an Lenkerenden und Schalldämpfer am Rahmen ( Schleifspuren deuten auf harte Fahrweise hin. )

  • Prüfung im Detail Räder und Reifen Drehbarkeit: Räder müssen in beide Richtungen frei und ohne Schleifgeräusche laufen. Kardangetriebene Hinterräder dürfen nicht haken oder malen. Felgenschlag: Prüfen durch Anhalten eines Schraubendrehers am Felgenrand. Speichenspannung: Klarer Klang ohne Scheppern ? Felgenrisse, Risse in der Nabe ? Radspiel: Radlager durch Kippbewegungen der Räder kontrollieren. Reifenprofil: Profiltiefe mindestens 4 mm. Reifentyp: Angaben am Reifen mit Eintragung im KFZ - Schein prüfen.

  • Kettenantrieb Verschleiß: Lässt sich die Kette deutlich vom Kettenrad abheben, sind Kette und Kettenrad verschlissen. Zähne des Kettenrads spitz geformt ? Wahrscheinlich defekt. Übersetzung: Kettensatz in Originalübersetzung ? Bremsscheiben: Oberfläche auf tiefe Riefen oder Absätze prüfen. Beläge: Belagstärke mindestens 4 mm, Verschleißanzeige bei Trommelbremsen prüfen.

  • Fahrwerk Lenkkopflager: Rad anheben, Gabel unten fassen und nach vorne und hinten drücken sowie von Anschlag zu Anschlag drehen. Dabei darf kein Spiel oder Hakeln spürbar sein. Lenkeranschlag: Verformungen deuten meist auf einen Unfall hin. Telegabel: Vorderradbremse ziehen und Telegabel stark ein- und ausfedern lassen. Auf den Standrohren darf sich kein Öl bilden. Gabelholme auch auf Verwindungen prüfen. Hinterradschwinge: Beide frei hängende Holme von hinten zuerst seitlich, dann nach oben und unten bewegen. Spürbares Spiel könnte an einem defekten Schwingenlager liegen. Stoßdämpfer: Heck des auf beiden Rädern stehenden Motorrads niederdrücken und loslassen. Nach einer halben Schwingung muss es zur Ruhe kommen.

  • Elektrik Beleuchtungselemente: Prüfung, Standlicht, Abblendlicht, Fernlicht, Rücklicht, Bremslicht, Blinker, Instrumente. Kontrollleuchten: Prüfung, Öldruck, Leerlauf, Fernlicht, Blinker, Batterieladung, ABS, Benzinreserve, Seitenständer. Sicherheitssysteme: Prüfung, Hupe, Lichthupe, Killschalter, Unterbrecherschalter, Seitenständer.

  • Instrumente Tachometer: Zitternder Zeiger deutet auf eine defekte Tachowelle hin. Rückstellmöglichkeit des Tageskilometerzählers. Zusatzinstrumente: Funktionsprüfung.

  • Armaturen Bowdenzüge: Prüfung der Leichtgängigkeit von Kupplung, Gas und Choke. Schalter: Funktionsprüfung. Schlüssel: Vollständigkeit ? Zündung, Lenkrad, Sitzbank, Helmschloss, Tankdeckel, Staufächer usw.

  • Batterie Befüllung: Säurestand o.k. ? Batteriepole sauber ?