Mehr Licht als Schatten sollte der Scheinwerfer schon bieten, wenn ein Motorrad auf nächtlichen Straßen unterwegs ist. Doch häufig ist es umgekehrt. Scheinwerfer reichen oft nur 18 Meter: ein schlechter Wert bei den durchschnittlich gefahrenen Geschwindigkeiten. Die meisten Motorräder haben inzwischen den Scheinwerfer windschlüpfrig in der starren Frontverkleidung integriert. Das sieht schick aus, beeinträchtigt aber die Ausleuchtung bei Nachtfahrten. Das Neueste in der Lichtentwicklung sind Scheinwerfer, die nicht nur durch den Lenkeinschlag mitgeführt werden, sondern auch über Sensoren die Seitenneigung ermitteln. Bei Schräglage verdrehen sie die Scheinwerfer mittels Zahnriemen so, dass die Fahrbahn und damit das Fahrziel optimaler ausgeleuchtet wird.

Die Lampen am Motorrad - also Scheinwerfer, Rücklicht und Blinker - unterliegen einer Kennzeichnungspflicht :

  • Auf dem Glas (respektive dem Plastik) muss das Herstellerland (z.B. E1 für Deutschland)
  • die Zulassung für den Gebrauch an Zweirädern (Nummer: 50R)
  • sowie die Einsatzmöglichkeit (Bei Blinkern: 11 für vorne - diese Lampe ist nämlich heller wegen des Scheinwerfers - und 12 für hinten) ersichtlich sein

sonst gibt es keine Zulassung für den Straßenverkehr.


Des weiteren ist zu beachten:

  • Blinker müssen mit 21 W-Birnen ausgestattet sein
  • der Scheinwerfer soll 60/55W haben.
  • Pro Minute müssen Blinker 30 - 90 mal blinken.
  • Sie müssen in einem Abstand von 240 mm zueinander angebracht werden und müssen gleichzeitig vom Scheinwerfer 75 mm entfernt sein. Grund: Damit man Ihr Blinken überhaupt erkennen kann, wenn der Scheinwerfer an ist. Was heller als 90 Candela Lichtstärke ist (Halogen), darf allerdings auch näher an den Scheinwerfer. Da gibt's ganz neue Miniblinker, z.B. bei Hein Gericke, die sind einerseits schön klein und dank ihres Einsatzes von Halogenbirnen trotzdem so hell, so dass sie näher an den Strahlemann ran dürfen. Alles mit Zulassung !
  • Auch die Glühbirnen selbst müssen Typengeprüft sein, zu erkennen an der eingestanzten oder aufgedruckten Nummer.
  • Doppelscheinwerfer dürfen max. 200 mm voneinander entfernt sein - es soll ja schön erkennbar sein.
  • Der Anbau muss symmetrisch zur Fahrzeuglängsachse sein.

 

Tipp: Glühbirnen nie einfach so anfassen, nur mit Papier !

Der ein oder andere hat sich schon mal über das schlechte Licht seines Scheinwerfers geärgert. Die einfachste Möglichkeit dies zu ändern besteht darin, die H4-Birne durch solche mit höherer Leistung auszutauschen. Einige Hersteller (Philips, Osram ) haben die Füllung ihrer H4-Lampen geändert. Die Bestandteile sind nun 80% Krypton 20% Xenon. Hiermit wird eine Leistungssteigerung von 30% erzielt. Eine weitere Leistungssteigerung um ca. 10% erzielt man durch eine Erhöhung des Innendrucks. Der eigentliche Sinn dieser Neuerung ist, dass man ein Hindernis schon ab einer Entfernung von 75m erkennen kann.

Quelle: Motorradinfo.de