Jede Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied: Ein regelmäßiger Kettencheck gehört somit zu den wichtigsten Wartungsarbeiten. Immerhin werden hier "Bärenkräfte" übertragen. Ein Defekt oder gar Kettenriss kann schlimme Folgen haben.

Heutzutage werden meist Rollenketten mit O- oder X-Ringen und Fettfüllung montiert. Bei der Sichtkontrolle sollte auf eventuelle Beschädigungen der Rollenkörper und -bolzen geachtet werden. Gleichzeitig kontrolliert man – ohne Ständer und mit einem Helfer als "Belastung" – den Kettendurchhang. Geprüft wird stets an mehreren Punkten, entscheidend ist die strammste Stelle. Falls nötig, wird die Kette gemäß den Herstellervorgaben im Handbuch gespannt. Eine stark oder extrem ungleichmäßig gelängte Kette sollte sofort erneuert werden. Auch bei haifischförmigen Zähne an Kettenritzel oder -blatt gilt: baldmöglichst ersetzen! Faustregel: Kettensatz immer nur komplett wechseln.

Kettenschmutz lässt sich nur schwer entfernen – hier wirken spezielle Kettenreiniger wie etwa der Castrol Chain Cleaner wahre Wunder. Zum Schluss wird die Kette noch geschmiert, und zwar am besten mit hochwertigem Kettenspray wie etwa dem Castrol Chain Spray OR.

Nur müde über all dies lächeln können Fahrer von Motorrädern mit Zahnriemenantrieb. Der Antriebsriemen muss nicht geschmiert werden und hält zudem bis zu 80.000 Kilometern, eine O-Ring-Kette ist meist schon nach 15.000 bis 30.000 Kilometern fällig. Zudem muss der Zahnriemen nicht so oft nachgespannt werden. Zeitweise auftretendem Quietschen kann mit Kerzenwachs oder Silikonspray zu Leibe gerückt werden. Noch einfacher läuft´s bei Motorrädern mit Kardanantrieb, der im Rahmen von Inspektionen nur ab und an nach neuem Öl verlangt.