Das richtige Fahrverhalten eines Motorrads häng von den Einzelkomponenten des Fahrwerks ab. Dazu zählen neben Reifen und Rädern vor allem Federelemente, Lenkkopf - und Schwingenlager. Ist hier etwas nicht in Ordnung, kann das Moped gehörig ins Trudeln geraten.

 

Wie bei den Reifen ist bei den Federelementen stets die jeweilige Belastung zu berücksichtigen. Wird ein Motorrad beladen oder mit einen Sozius besetzt, sollten Telegabel wie Federbeine im Rahmen angepasst werden. Bei fast allen Motorrädern neueren Baujahrs kann man mindestens die Federrate am hinteren Federbein variieren, was in den meisten Fällen ausreicht. Besitzt das Motorrad zwei Federbeine, muss auf beiden Seiten die gleiche Einstellung vorgenommen werden.

Mehr Erfahrung verlangt die Kontrolle der kritischen Lagerstellen. Am Lenkkopf geht man folgendermaßen vor: Motorrad auf den Hauptständer stellen und am Heck so belasten, dass das Vorderrad freisteht. Am besten mit zwei Personen durchführen. Dann wird die Gabel vorn an ihren unteren Enden mit beiden Händen gefasst und in Längsrichtung hin - und herbewegt. Hier sollte kein Spiel spürbar sein. Gleichzeitig sollte sich die Gabel leichgängig von Lenkanschlag zu Lenkanschlag bewegen lassen.

Das Schwingenlager wird mit freistehenden Hinterrad kontrolliert. Hierzu umfasst man den Schwingenholm und versucht, ihn seitlich hin - und herzubewegen. Auch hier darf kein Spiel spürbar sein. Das Motorrad würde bei Fahrt mit dem Hinterrad wedeln.

Die neusten Fahrwerkskonzepte lassen weit mehr Einstellungsmöglichkeiten zu wie oben beschrieben. So bieten viele eine variable Dämpfungsregulierung an den Federelementen. In allen gilt: Geänderte Einstellung aufschreiben um sie zurückstellen zu können.