Ohne Kraftstoffzufuhr und Zündung läuft beim Motor gar nichts. Nach der Kontrolle von Benzinstand, -leitung und Vergaser sollte deshalb auch ein Blick auf Zündkerzen, -kabel und -kerzenstecker geworfen werden.

Im Bordwerkzeug findet sich der zur Demontage der Kerze(n) notwendige Steckschlüssel. Zunächst wird der jeweilige Zündkerzenstecker von der Kerze abgezogen, dann die Kerze herausgeschraubt und ihr "Kerzenbild" überprüft: Der zentrale Keramik-Isolator sollte an der Spitze eine rehbraune Färbung aufweisen. Weißliche Ablagerungen signalisieren Überhitzung infolge eines zu mageren Gemisch-Cocktails (zu geringer Benzin- oder zu hoher Luftanteil), schwarze Rußteilchen hingegen zeigen schlechte Verbrennung oder einen zu fettes Gemisch mit zu hohem Benzin- oder zu geringem Luftanteil an. Wenn die Kerze verkohlt ist, genügt es manchmal, sie mit einer Messingbürste zu reinigen. Außerdem sollte man per Fühlerlehre den korrekten Abstand zwischen Mittelelektrode (mittig im Isolator) und geschwungener Masseelektrode überprüfen, der in der Bedienungsanleitung nachgeschaut werden kann (bei Viertaktmotoren meist zwischen 0,5 und 0,7 Millimeter).

Zum Test des Zündfunkens steckt man die Kerze anschließend in den Kerzenstecker und legt sie mit ihrer Gewindefläche an ein Motorgehäuse- oder Rahmenteil. Achtung: Die Hand sollte dabei die Isolierung des Kerzensteckers oder das Zündkabel umfassen, andernfalls bekommt man eine "gewischt"! Dann wird der Motor gestartet. Zwischen den beiden Elektroden sollte im wahrsten Sinne des Wortes ein Funke überspringen. Wenn nicht, wird die Kerze getauscht (auf genaue Bezeichnung achten!). Bei den Zündkabeln genügt eine sorgfältige Sichtkontrolle auf Risse oder Löcher. Den montierten Kerzenstecker überprüft man ohne Zündkerze, indem man ihn mit seiner isolierten Seitenfläche in die Nähe des Motorgehäuses bringt und den Motor startet. Bei "Funkenflug" sollte der Stecker unbedingt erneuert werden!

Mit viel Gefühl für den "Griff" des Gewindes sollten nun die Zündkerzen wieder in ihre Positionen im Zylinderkopf geschraubt werden. Wenn alles richtig "funkt" läuft der Motor sauber und rund.