Hauptdüse:

Bestimmt die Gemischzusammensetzung im oberen Teillastbereich und besonders bei Vollgas. Änderungen nur durch Austausch der Düse möglich. Vergrößern der Düse geht auch durch behutsames Aufreiben mittels einer Düsen-Reibahle.

Leerlaufdüse:

Bestimmt die Gemischzusammensetzung im Standlauf und den Übergangsbereich auf Lastbetrieb. Änderungen nur durch Austausch der Düse möglich. Aufreiben geht mit sehr feinen Düsen-Reibahlen.

Düsennadel:

Bestimmt die Gemischzusammensetzung im Teillastbereich. Änderungen durch Austausch oder Umhängen der Nadel möglich. Am oberen Ende sind meistens kleine Nuten eingestochen. Ein kleiner Sicherungsring ermöglicht, die Nadel unterschiedlich hoch im Schieber zu fixieren. Feinabstimmungen sind auch durch Unterlegen mit Scheiben möglich. Eine stumpf-scharfkantige Nadelspitze ist gut für die Spritzerstäubung. Die Nadelspitze muss bei Vollgas immer noch einige Millimeter in den Düsenstock hineinragen.

Schieber:

Als Unterdruck-Schieber bei den üblicherweise verbauten Gleichdruckvergasern oder als direkt über den Seilzug angehobener Schieber bei Schiebervergasern. Bestimmt die Gemischmenge, hiermit wird "Gas" gegeben. Schieber sind Verschleißteile. Durch die pulsierende Gassäule im Ansaugkanal sind sie ständig in Bewegung. An den Führungsflächen kommt es deshalb zu Verschleiß. Ältere Vergaser immer auf ruckfreien Leichtlauf prüfen. Eingearbeitete Schieber können einhaken und in der Folge Mann und Maschine zu Boden zwingen.

Düsenstock oder Nadeldüse:

Bestimmt zusammen mit der Düsennadel den Ringspalt und damit die Gemischzusammensetzung. Ist immer als Paarung zu sehen. Die Auswahl richtet sich in erster Linie nach der erforderlichen Hauptdüsengröße. Düsenstock und Düsennadel sind Verschleißteile. Durch Abnutzung vergrößert sich der Ringspalt, der Motor läuft fetter. Ein Grund, weshalb viele alte Motoren mehr Sprit brauchen als zu ihren Glanzzeiten.

Schwimmer:

Bestimmt den Spritstand im Schwimmergehäuse. Zu niedriger Spritstand lässt auch das Gemisch etwas abmagern. Defekte treten an modernen Vergasern fast nur noch durch mechanische Beschädigungen oder Fertigungsfehler auf. Manipulationen an den Schwimmern sind also gut zu überlegen.

Quelle: Motorradinfo.de