Nach dem Helm ist der Handschuh das wichtigste Kleidungsstück. Bei einem Sturz versucht man sich instinktiv irgendwie mit den Händen am Boden abzufangen. Deshalb sollten diese dann möglichst gut geschützt sein. Wähle die Größe der Handschuhe so, daß sie geringfügig zu groß sind. Dann lassen sich beim Ausziehen die Spitzen der einzelnen "Finger" samt dem Futter fassen, was von Vorteil ist, wenn man im Handschuh geschwitzt hat.

Wirklich wasserdichteHandschuhe gibt es nach meinen Erfahrungen kaum - ausgenommen Gummihandschuhe. Jeder andere ist "atmungsaktiv", das heist, er läßt Schweiß nach außen abdampfen. Dazu ist in den Handschuh eine Membran mit winzigsten Löchern eingearbeitet. Und wo Feuchtigkeit rausgeht, kommt sie früher oder später auch hinein. Als "wasserdicht" darf man lediglich verstehen, dass der Handschuh einige Zeit im Regen durchhält - wie lange, erfährst du bei der ersten längeren Regenfahrt.

 

  • Gepolsterte Textil- oder Lederhandschuhe - evtl. mit Protektoren - sollten selbstverständlich sein. Bei einem Sturz stützt man sich reflexartig ab. Hierdurch werden Hände bei einem Unfall fast immer in Mitleidenschaft gezogen. Handschuhe schützen die Hände vor Wind und Wetter und beim Sturz vor Schürfwunden. Leder - zumeist Rindsleder - hier immer noch das beste Material. Kunstfasern taugen beim Sturz wenig, da sie zu schnell durchgescheuert sind.
  • Damit sie bei einem Sturz nicht von der Hand rutschen, ist eine gute Passform wichtig. Handschuhe müssen wie eine zweite Haut sitzen. Auch die Stulpen dürfen nicht zu kurz sein. Der Handschuh sollte am Handgelenk dicht anliegen. Nieten, welche mit Protektorenschaum oder Hitzeschutzmaterial unterlegt sind, verstärken den Schutzeffekt. Wer meint, keine Handschuhe zu brauchen sollte einfach einmal mit den Knöcheln ein wenig über den Asphalt rubbeln. Dann merkst du, wie schön dagegen Schmiergelpapier ist.

Quelle: Motorrad.Info

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