Mangelnder Schutz - so kann eine normale Freizeitjacke nach einem Sturz aussehen. Allerdings ist auch ein Protektor kein Freibrief für unbelehrbare Raser. Denn ein Protektor kann nur Verletzungen bis zu einem gewissen Punkt minimieren, beispielsweise großflächige Abschürfungen bzw. Verbrennungen der Haut. Ist der Aufprall aufgrund zu hoher Geschwindigkeit zu heftig, sind Knochenbrüche und schwerste innere Verletzungen auch mit den "Schutzpanzern" vorprogrammiert.

Die Abteilung PSA des TÜV testet regelmäßig im Auftrag von renommierten Herstellern alle Arten von Protektoren. "Alle beim Sturz exponierten Stellen des Körpers benötigen Schutz.

Kopf, Hände, Schultern, Knie- und Armgelenke sowie der Rücken", erläutert Hendel. "Das Wirkprinzip der Protektoren ist dabei immer gleich. Die Energie, die bei einem Aufprall auf den Körper wirkt, soll reduziert bzw. großflächig verteilt werden." Um diese Fähigkeit zu überprüfen werden Protektoren in den TÜV-Laboren einer Reihe von Belastungstests unterzogen. Ganz wichtig: Die meisten Protektoren besitzen nur "ein Leben", das bedeutet, sie gehen Bauart bedingt bei einem Aufprall kaputt und müssen dann ersetzt werden.

Bei Kombis, Jacken und Hosen sollten auf jeden Fall Protektoren haben. Diese schützen Schultern, Unterarme, Hüften, Knie und Körperteile, die auch bei leichteren Stürzen gefährdet sind. Protektoren gibt es fest eingebaut oder in Taschen zum Herausnehmen. Sie sollten nach der Norm CEN 1621-1 bzw. nach EN 1621-1 geprüft und zertifiziert sein, Rückenprotektoren nach Norm CEN 1621-2.

Protektoren sind schlagdämpfende Kunststoffteile, die unter der Motorradkleidung an Schultern, Rücken, Armen oder Beinen getragen werden. Sie sollen hauptsächlich vor Verletzungen durch Aufschläge auf die Straßenoberfläche schützen. Befestigung mittels Klettstreifen oder Taschen im InnenfutterProtektoren bestehen heute meist aus Kunststoffschäumen wie Polyurethan oder Polyethylen. Vielfach handelt es sich um Sandwichkonstruktionen aus verschiedenen Lagen.Um sich nicht wie in einer Ritterrüstung zu fühlen, sollte man auf Flexibilität und Höhe der Protektoren achten. Sie dürfen nicht drücken, die Kleidung muß bequem sitzen.

Einige Protektoren benötigen eine Eintragezeit. Andere sind nur im Sommer angenehm - sie werden bei niedrigen Temperaturen hart. Wichtig ist in jedem Fall der feste Sitz der Protektoren, denn sie dürfen bei einem Sturz nicht verrutschen. Bei locker sitzenden Textilanzügen sollten sie großflächiger sein als bei engen Lederanzügen. Viele Leder- und Textilkombis haben Taschen, in die man Protektoren nur einzulegen braucht. Mit der der Hiprotec-Serie bietet Hein Gericke bietet eine andere Möglichkeit : Durch ein sogenanntes Snap-System lassen sich die Protektoren frei im Futter jeder beliebigen Protektoren sollten CE-geprüft seinMotorradjacke und -hose positionieren.

Ouelle: Motorradinfo.de