Diese Tour beginnt in Weilheim, ein schön gelegener Ort mit ca. 18000 Einwohnern. Vorbei am Alten Rathaus biegen wir links ab nach Peißenberg und hat eine flüssig zu fahrende Landstraße vor sich. Peißenberg selbst ist ein typisches Straßendorf, das sich sehr lang zieht. Irgendwann ist es zu Ende, und ein paar Kehren zirkeln zum Ort Hohenpeißenberg hinauf.

In Mitte des Orts geht es nach rechts ab zur Auffahrt zum 988 m hohen Peißenberg. Als schmale Straße schraubt sie sich drei Kilometer lang in sehr schönen Kurven auf das Plateau. Bis zu 100 Kilometer weit reicht an klaren Tagen die Sicht vom Peißenberg.

Zurück auf der Hauptstraße biegen wir gleich wieder rechts ab in Richtung St. Leonhard. Das Ziel ist das Kloster Wessobrunn. Rauf und runter kringelt es sich zwischen grünen Wiesen und Weiden hindurch. Waldsenken wie schwarze Löcher. Kaum Gegenverkehr, gute Motorradstrecke.

Wessobrunn taucht auf. Wir lassen Wessobrunn rechts liegen und fahren die Ortschaften Rott, Apfeldorf, Reichling, Epfach und Kinsau an. Wieder flitzt unter uns der raue Asphalt eines Pfaffenwinkler Motorrad-traumes durch. Kurven ohne Ende, Bögen jeglichen Durchmessers. In Kinsau steht mit der Dorfkirche der Fototipp dieser Tour. Ein schöneres Motiv als diese Kirche gibt es für den Pfaffenwinkel wohl kaum.

Einige Kilometer Bundesstraße, dann rollt unser Motorrad durch die Gassen von Schongau. Das Städtchen besitzt eine gut erhaltene Ringmauer und einen sehenswerten Stadtkern.

Über Altenstadt erreichen wir den Ort Schwabsoien und merken schon am Ortsnamen, dass sich ein Teil der Tour durch den schwäbischen Ableger Bayerns bewegt. Ein besonderst Motorradgeeigneter Teil, der gleich mit einer tollen Runde durch Feld und Flur beginnt. Der Kurs über Sachsenried, Osterzell und Dienhausen ist unser Geheimtipp. Voller Kurven, praktisch ohne Verkehr, kilometerweit an Waldrändern entlang. Die Kurverei entspannt und macht den Kopf frei. Einfach nur fahren und sich Wohlfühlen. Am Ortseingang von Osterzell sollte man seine Gedanken etwas sammeln, um den Abzweig rechts ab nach Dienhausen nicht zu verpassen. Nicht gut ausgeschildert.

Ab Schwabbruck heißen die weiteren Stationen Burgen und Bernbeuren. Und immer noch fahren wir auf dieser traumhaften Straße des Pfaffenwinkels und schwingen durch eine märchenhafte Landschaft. Hinter Bernbeuren bewegt sich die Route an der Oberkante einer weiten Senke entlang und gibt einen großartigen Blick auf die Alpengipfel frei. Kurz nach dem Ort Eschach steht rechts eine Bank für eine kurze Pause.

Ab Stötten wartet ein Stück Bundessraße. Richtung Füssen. Natürlich langweilig. Den Abzweig nach Steingaden nicht verpassen, und dann gleich nach ein paar Kilometer an einer Kirche links ab. Endlich wieder Kurven. Kurz vor Bernbeuren nach rechts abbiegen und weiter bis Lechbruck und Steingaden.

Ab Steingaden folgen wir ein kurzes Stück der Bundesstraße nach Peiting und biegen dann rechts in Richtung Weilheim ab. Zehn Kilometer lang führt uns die Straße in wilden Zügen bergauf und bergab am Flüsschen Illach entlang. Maximaler Motorradspaß. Ab Rottenbuch wird es wieder etwas gemütlicher, da die Route auf der Bundesstraße 23 nach Süden folgt. In Saulgrub links weiter zum Staffelsee. Eine gute Strecke, die dafür Sorgt, dass keine Langeweile aufkommt.

Dann taucht der Staffelsee auf. Moore und Feuchtgebiete erstrecken sich über viele Quadratkilometer. Die Zeit für einen Abstecher nach Murnau sollte man sich unbedingt nehmen. Am Ufer des Staffesees gelegen, besitzt die Stadt einen sehr schönen Kern aus der Biedermeierzeit. Ein paar Kilometer sind es noch bis Habach, und die Runde durch den Pfaffenwinkel ist beendet.

  • Länge: 220 Kilometer
  • Charakter: Der Großteil dieser Tour führt über wenig befahrene Landstraßen. Diese verfügen über jede Menge Kurven und garantieren Motorradspaß ohne Ende. Für Anfänger bestens geeignet.
  • Dauer: Tagestour.
  • Top-Ausblick: An der Strecke von Bernbeuren nach Stötten.
  • Pausentipp: Restaurant Bayerischer Rigi auf dem Peißenberg.

Quelle: rukka