4.Touristik-Rallye-Croatia von Dieter Petrauschke

1. Tag

Morgens um 7:00 Uhr brennt schon die Sonne erbarmungslos auf uns nieder. Nach dem Frühstück starten wir zum ersten Teil unserer 3 tägigen Motorradtour. Wir fahren im Konvoi, 40 Maschinen, immer am Wasser entlang. Viele der Badegäste, an Land und Wasser, winkten uns zu.

Auf einem Parkplatz war Prof. Duro schon fleißig und hatte für uns einen Parcours aufgebaut. Slalom fahren, Bremsen, Ausweichen, Achten und Kreis fahren und es wurde immer heißer. Nur gut das ich genug Wasser dabei hatte. Aber auch von "Reise Motorrad" wurden 40 l Wasser auf den Markt, nicht geschüttet sondern verteilt.

Sabine hatte sich schon vorher abgeseilt und den Vormittag am Wasser verbracht. Wieder im Hotel, Gepäck aufnehmen und los geht's.

Unsere Gruppe hat 6 Maschinen 2 davon mit Sozius. Nach jeder Kurve der Jadranska Magistrala haben wir einen neuen Blick auf die Adria zur Rechten und zur Linken Felsen, die durch Licht und Schatten hellgrau bis goldbeige in den Himmel ragen. Nur 15 Min. Überfahrt vom Hafen in "PRIZNA" auf die Insel "PAG". Der kräftige Wind, der Bora genannt wird und die salzhaltige Luft haben hier ihre Spuren hinterlassen - was nicht heißt, das hier nichts wächst. Wein - und Olivenhänge ist Hauptertrag der Einwohner. Auch Schafzüchter sind hier ansässig und bieten einen sehr würzigen Schafskäse an. Unser Hotel liegt in der Bucht von "PAG" mit einen eigenen Strand.


2. Tag

Am nächsten Tag, 250 km stehen Heute an, fahren wir zur Südspitze der Insel, Zadar ist nicht weit entfernt. Unsere Tour geht Richtung Norden ins Velebit Gebirge. Eine Kurve jagt die nächste. Hier sind wir in unseren Element. In "Karlobag" treffen wir uns mit den anderen Rallye Teilnehmern zum Mittag. Hier ist die Grenze zwischen "Kvarner Bucht" und "Dalmatien".

Nun geht's hinein ins "Velebit Gebirge". Jede Menge Kurven und Steigung bis zu 19 Prozent. Das Gebirge ist 150 km lang und wurde von der UNESCO zum Welt - Biosphärenreservat erklärt. Ab "GOSPIC" geht es über schmale, mit Schlaglöchern gespickte Strassen. Vorbei an saftigen Wiesen und grünen Wäldern. Aber wir sehen auch die andere Seite der Medaille. Kaputte Kirchen, verlassene und verfallene Häuser mit SCHUSSSPUREN!

Die Tour neigt sich dem Ende und wir werden auch schon erwartet. Wir sind die Nacht bei Gastfamilien untergebracht. Jeder hat bald seine Familie gefunden und die Zimmer werden bezogen. Um uns herum überall Wasser, was sich kühlend auswirkte. Bei mehreren BIEREN und einer frischen Forelle ließen wir den Tag ausklingen.


3. Tag

Am nächsten Morgen wird uns das Frühstück auf der Terrasse serviert. Frisches Weisbrot, Bio Eier und starker Kaffee nach türkischer Art (mit Dreck). Wir verabschieden uns von unseren Gastfamilien und machen uns auf den Weg in den Nationalpark "Plitwitzer Seen".

Es ist Sonntag und der Papst, der sich zur gleichen Zeit in Kroatien aufhält, hat heute in Rijeka seine Abschlussmesse, was für uns nur gut ist. Dadurch sind relative wenig Menschen an den Seen.

Endlich angekommen, deponieren wir Helme und Jacken und machen uns auf den Weg zum Bootsanleger. Mit einen Elektroboot setzen wir zur anderen Uferseite über. Ab hier begeben wir uns auf den Spuren von "Winnetou und Old Shatterhand". Bei einer 4 stündigen Wandertour erlebten wir Flora und Fauna vom feinsten. Insgesamt 8 Seen haben wir dabei umwandert. Wir waren von der Naturschönheit so beeindruckt, das wir nicht auf die Zeit geachtet haben. Mit Verspätung kamen wir am Sammelpunkt an. Die Anderen sind schon lange weg. Kein Problem für uns. Wir sind schnell formiert und fahren zurück nach "Selce". (Start und Ziel der 4. Kroatien Rallye).

Im großen Konvoi fahren wir von hier aus auf ein Weingut in der Nähe von "Novi Vinodolsk". Für 50 hungrige Biker brutzeln Lamm und Spanferkel auf einem großen Grill. Neben Roten und Weißen Hauswein gab es jede Menge Wasser. Nach dem Essen wurde es officiell.

Für jeden Teilnehmer der Rallye gab es eine Urkunde, egal ob es die 1. oder die 4. Teilnahme war. Die weiteste Anreise eines Teilnehmers war 1.400 km. Unsere Anreise betrug 1.150 km. Bei der nächsten Rallye sind wir wieder mit dabei.